Das Haus für Bildung und Kultur befindet sich im Essener Südostviertel und entstand als Antwort auf eine infrastrukturelle Verschlechterung im Stadtteil. Initiiert wurde das Projekt unter anderem von der Allbau AG, der Stadt Essen, sowie der Bürgerinitiative Südostviertel.
Das am 28 Juni 2005 eröffnete Haus bietet den Bürgern des Viertels Zugang zu Kunst und neuen Medien und ist ein Ort für Bildung, Begegnung und Kultur. Die Fassade wurde vollständig von Künstlern des Port e.V. bemalt, nach einem gemeinsamen Entwurf des Port e.V. und der bekannten Essener Künstlerin Moni van Rheinberg.
In einer weiteren Malaktion mit Moni van Rheinberg wurde eine großflächige Mauer an der
Krampestraße in Zusammenarbeit mit Schulkindern gestaltet.
Unser Vorhaben bestand darin, die Wände links und rechts unterhalb der Autobahnüberführung Oberschlesienstraße mithilfe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu gestalten.
Auf der linken Seite schufen die Künstler des Port e.V. zusammen mit befreundeten Graffitikünstlern ein großes Konzeptbild, welches dauerhaft erhalten bleibt. Das Bild führt inhaltlich von einem idyllischen Natur-Part im linken Teil, über die zentrale Perspektive einer lebendigen Stadt im Mittelteil, hin zu den industriellen Wurzeln der zukünftigen Kulturhauptstadt Essen im rechten Teil.
Auf der rechten Seite der Unterführung finden sich legal bemalbare Flächen, die nach Freigabe durch den Port e.V. regelmäßig von interessierten Einzelpersonen oder auch im Rahmen von Schulprojekten gestaltet werden können.
Im Rahmen der Stadtteilarbeit und dem damit verbundenen Vorhaben der optischen
Verschönerung des Viertels entstand breitflächig der Wunsch, die Gestaltung der großen Wandflächen an der Krampestraße in Angriff zu nehmen.
Gleichzeitig sahen wir die Notwendigkeit, Essener Graffiti-Künstlern einen Ort zur Verfügung zu stellen, an dem sie ihre Kunst legal ausüben können, nachdem die letzte öffentliche Wand abgerissen wurde. Es lag für uns nahe, dies in einem gemeinsamen Projekt zu verknüpfen.
Die Krampestraße ist nicht nur die Hauptstrasse durch den Stadtteil, sondern auch die von zahlreichen Pendlern genutzte Zubringerstrasse zu den Autobahnen A40, A52 und zur B224. Außerdem befindet sich hier der Kreuzungspunkt der vier Buslinien 146, 147, 160 und 161 (Haltestelle Oberschlesienstrasse).
Unter dem Motto „Wir gestalten mit - Essen für das Ruhrgebiet - Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ wurde das Projekt im Frühjahr 2008 von der RWE Rhein-Ruhr AG angestoßen und im November 2009 fertiggestellt.
Das Betriebsgebäude der RWE Rhein-Ruhr-Umspannanlage an der Herkulesstraße mit einer Fläche von 1.000 qm bekam eine neue Flächengestaltung. Die Kunst-Agentur Zinnober Fassadengestaltung übernahm die Konzeption und Durchführung, die Projektkoordination sowie die Betreuung und Anleitung der jugendlichen Künstler (Schüler der Schule „Am Steeler Tor“, der Theodor-Goldschmidt-Realschule und der Frida-Levy-Gesamtschule) lag in den Händen von Florian van Rheinberg, dem Leiter des Storp9.
Ein Gemeinschaftsprojekt zum Kulturhauptstadtjahr 2010 von EVAG und Storp9.
Im Rahmen des Kreativprojekts "Kulturwelten" konnten Essener Jugendliche ihre Ideen und Vorstellungen künstlerisch darstellen. Beteiligt waren Jugendliche aus den benachbarten Schulen Frida Levy Gesamtschule, Theodor Goldschmidt Realschule und Schule am Steeler Tor. Der Künstler Danijel Brekalo übernahm dabei die Leitung und achtete auf passende Farbgebung und Einhaltung des Gesamtkonzepts. So entstand ein einladendes Kunstwerk, das zum Blickfang für die Fahrgäste geworden ist.
Am 2. Dezember 2009 wurde der neu gestaltete Zugang feierlich eröffnet.

